Neue Wasserstofftechnologien sind – wenn es darum geht die gesetzten Klimaziele zu erreichen – echte Schwergewichte. Expleo ist nicht nur im Automobilsektor an vielen H2-Projekten beteiligt, sondern auch im Transportsektor, in der Luftfahrt oder im industriellen Bereich.

Car at hydrogen filling station

Kraftstoff für den Brennstoffzellenantrieb

Schon heute wird die Wasserstoff-/Brennstoffzellentechnologie für schwere Nutzfahrzeuge, in der Langstreckenlogistik für LKWs oder auch in Bussen für den Personennahverkehr genutzt. Wegen der Fahrzeuggröße spielt hier knapper Bauraum weniger eine Rolle als beim PKW. Im Gegensatz zum Volumen kann H2 durch die hohe Energiedichte (1 kg flüssiger Wasserstoff enthält rund dreimal mehr Energie als Diesel) als Energieträger seine Stärken hier besonders ausspielen. Viele OEMs setzen jedoch auch darauf H2-Technologien kompakt in Brennstoffzellen-PKWs zu verbauen. Damit steht immer öfter auch eine reichweitenstarke Alternative zu rein batterieelektrischen Fahrzeugen zur Verfügung. Im Automobilsektor und für stationäre H2-Anwendungen (Tanksysteme) ist Expleo an unterschiedlichsten Entwicklungen beteiligt. Dafür fließen nicht nur Know-how der H2-Speichertechnologien (LH2, CGH2 und CCH2) und der Brennstoffzellensysteme mit ein, sondern auch Expertise zu Software und Sicherheit. Für die BMW Group sind wir beispielsweise an der Entwicklung der Wasserstofftechnologie für den Einsatz im PKW beteiligt. Mit rund 100 H2 Tankstellen (H2live) ist Deutschland Vorreiter in Europa. Aber auch in Asien und Nordamerika stehen die Zeichen auf Wasserstoff. Alleine in Kalifornien soll bis 2025 die Zahl der H2-Tankstellen auf 200 anwachsen.

Bis 2040 wird eine Verdopplung des globalen H2-Bedarfs für Verkehr und Industrie auf 4.950 Terawattstunden erwartet. Expleo begleitet die Entwicklung in zahlreichen Sektoren.

H2-Vorteil: Speicherbarkeit und Transportfähigkeit

Einer der großen Vorteile des Wasserstoffs als Energieträger liegt zudem in seiner Speicherbarkeit und Transportfähigkeit – ein Schlüssel für den Einsatz regenerativer Energien aus Wind und Sonne. Um Wasserstofftechnologien klimafreundlich einsetzen zu können, ist eine C02-arme Erzeugung (grüner Wasserstoff) wichtig. Zum Beispiel durch Power-to-Gas-Technologien – hier wird die überschüssige regenerative Energie zur Elektrolyse und damit H2-Erzeugung genutzt. Noch besser sieht die Energiebilanz bei der Nutzung regenerativer Energien aus, wenn die dabei entstehende Wärme auch noch in ein Wärmenetz für Heizung und Warmwasser eingespeist wird. Was wohl die wenigsten wissen: Wasserstoff kann bis zu einem bestimmten Volumenanteil direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden. Wird H2 aus Biogas mit Hilfe des Hazer-Verfahrens hergestellt, ist sogar eine CO2-negative Bilanz möglich.

Dekarbonisierung im industriellen Sektor

Wasserstoff wird heute in vielen industriellen Branchen genutzt, um Treibhausgasemissionen in schwer zu dekarbonisierenden Sektoren zu verringern. Etwa der Ersatz von Schweröl bei Containerschiffen, in der Luftfahrt (Green Aviation), oder auch im industriellen Bereich für die CO2-freie Stahlproduktion(Grüner Stahl). Die steigende Nutzung des Energieträgers an vielen Orten trägt natürlich mit zur Verbreitung bei. Wasserstoff hat das Potential DER Energieträger der Zukunft zu werden. Vielleicht hatte der Autor Jules Verne 1874 in seinem Roman „Die geheimnisvolle Insel“ ja schon recht, wenn er schrieb:

Wasser ist die Kohle der Zukunft